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Bezahlbare Mieten nur für Auserwählte

Das Tegernseer Tal lebt von Branchen, die viel Personal brauchen. Damit wird Wohnraum zu einem noch wertvollerem Wirtschaftsfaktor: Gibt es keinen Wohnraum für das Personal sinkt letztendlich die Qualität des Produktes „Urlaub/Kur/Pflege am Tegernsee“.

Die hohe Nachfrage im Tal macht Wohnungen für Normal-Sterbliche annähernd unerschwinglich. Mit dem „Tegernseer Programm“ sollen finanzschwächere Personen bei der Wohnungssuche unterstützt werden. Vor einem Jahr hatte die Stadt Tegernsee zusätzliche Wohnungen gekauft. Doch was hat sich seither getan?

Von einem sozialen Wohnungsbauprogramm kann man nicht sprechen. Wohnraum am Tegernsee ist so teuer geworden, dass sich Arbeiter und normale Angestellte die Mieten kaum noch leisten können. Der Tegernsee ist zur Heimat für Reiche und Superreiche geworden.

Die Region lebt stark vom allgemeinen Tourismus und den Kliniken rund um den See. Hotellerie, Gastronomie und der Pflegebereich sind aber Branchen, die bekanntlich nicht sehr hohe Löhne und Gehälter zahlen. Andernorts reichen die Gehälter zum Wohnen und Leben, am Tegernsee wird es damit immer enger.

Einige der großen Hotels am Tegernsee betreiben bereits eigene Personalhäuser. Oftmals übersteigt aber auch hier der Bedarf die Nachfrage. Das Beschaffen von bezahlbaren Wohnräumen stellt die Personaler im Tegernseer Tal immer wieder vor erhebliche Schwierigkeiten. So ist es ohnehin schwierig geeignete Mitarbeiter für die Hotellerie zu finden, ohne erschwingliche Wohnungen ist das allerdings fast unmöglich.

Tegernseer Modell

Um das Problem „bezahlbarer Wohnraum“ in Angriff zu nehmen, hatte die Stadt Tegernsee im April vergangenen Jahres Wohnungen in der Neureuthstraße erworben. Diese hatten zuvor der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee gehört. 2,11 Millionen Euro investierte die Stadt für die 16 Wohnungen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.

„Insgesamt gehören der Stadt Tegernsee mittlerweile 153 Wohnungen“, erklärt Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). „Die Anfragen werden nach dem sogenannten „Tegernseer Modell“ bearbeitet.“ Konkret heißt das, dass es eine Vergabeliste gibt, die vom Baureferat verwaltet wird. Auf diese Liste kann sich prinzipiell jeder setzen lassen, der eine Wohnung in Tegernsee sucht. Die Vergabe der Wohnungen erfolgt dann nach sozialen Kriterien. So werden junge Familien bevorzugt, aber auch ältere Bürger mit geringem Einkommen.

Den vollständigen Artikel finden Sie bei der „Tegernseer Stimme“.